"Das Kind als Baumeister seiner selbst" (Maria Montessori)

Nicht ein Kind ist wie das andere. Individuelle Unterschiede zeigen sich schon von den ersten Lebenstagen an. Kinder entwickeln sich selbst in einem Wechselspiel aus Individualität und Umwelt, sie formen ihre eigene Persönlichkeit. Tagtäglich erobern sie sich selbst gemäß ihrem eigenen Tempo und eignen sich Fertigkeiten wie Sprechen, Laufen, Klettern, Singen, Malen und vieles mehr an. Maria Montessori war zu Beginn des 20. Jahrhunderts die Erste, die aufgrund dieser Beobachtungen ein eigenes Erziehungssystem entwickelte, dessen Methode das natürliche Interesse des Kindes an seiner Umwelt als Antrieb für das inhaltliche und soziale Lernen nutzt.

Engagierte Eltern haben den überzeugenden Gedanken Maria Montessoris in die Tat umgesetzt: zuerst 1971 mit der Gründung des Kinderhauses (oder Kindergartens) und schließlich 1981 mit der Gründung der Grundschule - der ersten genehmigten Grundschule in Bayern, deren Pädagogik Maria Montessori folgt.

Seitdem haben die Eltern mit einem hohen Maß an Eigenarbeit und zahlreichen ehrenamtlichen Tätigkeiten den ständigen Ausbau der Einrichtungen vorangetrieben. Auf diese Weise konnte zum einen der finanzielle Aufwand deutlich verringert werden, zum anderen haben sich die Eltern damit in hohem Maße mit "ihrer" Schule, "ihrem" Kinderhaus und auch dem seit 1998 bestehenden Hort verbunden gefühlt. Diese Mitarbeit ist - neben der Fachkompetenz unserer hauptamtlichen Kräfte - das wichtigste Kapitel unseres Vereins.
In den genannten Einrichtungen im Olympiapark werden die Erkenntnisse Maria Montessoris als zeitgemäße Erziehungsform umgesetzt, die den Kindern individuell gerecht wird und ihnen dabei hilft, Erlerntes wirklich zu begreifen und sinnvoll.

Verfasser: Evelyne Pfeiffer • 03.03.2009

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