Projektorientiertes Arbeiten

In der Montessori-Pädagogik ist Lernen prinzipiell projektorientiert. Projekte sind Lernangebote mit einem Themenschwerpunkt, dem sich die Schüler über einen längeren Zeitraum hinweg widmen. Projektarbeit ist sowohl im Rahmen eines Unterrichtsfaches als auch fächerübergreifend möglich, kann innerhalb oder auch außerhalb der vorbereiteten Umgebung stattfinden und wird vom Schüler abschließend, eventuell in Form von einer Präsentation dokumentiert. An Projekten können einzelne Schüler, mehrere Schüler einer Lerngruppe, eine gesamte Lerngruppe, eine ganze Stufe oder die ganze Schule arbeiten. Die Teilnahme kann freiwillig oder verpflichtend sein.

Beispiele hierfür sind:

Der Montessori-Abschluss an unserer Schule beinhaltet in Projektform die Erstellung und Präsentation einer „Großen Arbeit“.

Den Schülern soll in Projektarbeit Raum und Zeit gegeben werden, eigene Erfahrungen zu machen. Ein Thema kann von mehreren Seiten beleuchtet und jeder Aspekt genau behandelt werden. Die intensive Auseinandersetzung mit diesem Thema ermöglicht Offenheit für Neues, Freude am Lernen, Vertiefung, Konzentration und Begeisterung. Projektarbeit fördert das selbstständige Lernen und fordert die Schüler in Bezug auf Beschaffung, Selektion und Bewertung von Informationen. Die Initiative liegt bei der Projektarbeit in besonderem Maße bei dem Schüler selbst. Der Pädagoge regt die Schüler an und begleitet sie. Das Erreichen der Lernziele ist stark abhängig von der Bereitschaft des Schülers, “sich einlassen“ zu wollen. Die Beschäftigung mit projektgebundenen Lerninhalten bewirkt ein ganzheitliches Lernen mit vielen Sinnen und entspricht Pestalozzis Forderung nach Lernen mit „Kopf, Herz und Hand“. Projektarbeit kann sich positiv auf die Persönlichkeitsentwicklung auswirken, indem der Schüler zu einer reflektierten Selbsteinschätzung kommt, Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten gewinnt und insgesamt sein Selbstbewusstsein stärkt.

Lerngruppen-, Stufen- oder Schulprojekte stärken das Gemeinschaftsgefühl und tragen zur Identifikation mit der Schule bei.

Künstlerisch-kreative Zusatzangebote

Regelmäßig finden künstlerisch-kreative Zusatzangebote, wie Theater, Tanz, Musik, Literatur, bildende Kunst, zum Teil unter der Assistenz von externen Fachleuten statt. Die Schüler sollen Kunst und Kultur als kreative Ausdrucksformen für ihr schulisches und außerschulisches Leben kennen- und schätzen lernen und die Möglichkeit bekommen, ihre Persönlichkeit auszuformen, indem versteckte Begabungen entdeckt, Selbstbewusstsein gestärkt und Teamfähigkeit entwickelt werden können. Auch für den Abbau von Versagens- oder Berührungsängsten, die Entwicklung von Sprachkompetenz, Rhythmusgefühl und Kreativität sind solche Angebote förderlich.

„Hilf mir, es selbst zu tun.“

„Wir nehmen uns Zeit zum Lernen und Ausprobieren. Wir stehen füreinander ein, lernen individuell und miteinander auf verschiedenen Wegen in verschiedenen Situationen. Wir haben gemischte Jahrgangsgruppen, in denen die Jüngeren den Älteren und die Älteren den Jüngeren zeigen, was in ihnen steckt. Neugier und Freude an der Arbeit, Fantasie und Kreativität, aufeinander Zugehen und einander Zuhören sind für uns selbstverständlich.“
Dr. Matthias Schwaiger, Schulleiter