Der Begriff Leistung

Das Kind leistet, indem es arbeitet. Aus dieser Überzeugung leitet sich unsere Auffassung von Leistung her. Leistung, die a u s  d e m  K i n d kommt, die dynamisch ist und die der Persönlichkeitsentfaltung dient und nicht der Auslese.

Es ist selbstverständlich, dass Kinder in der Schule etwas leisten. Sie wollen und können Leistungen erbringen. Aber Leistung ist kein absoluter Begriff: Jedes Kind kommt mit unterschiedlichen Voraussetzungen in die Schule und startet folglich nicht von Null, sondern von seinem eigenen "Leistungsstand" aus. In unserer Schule soll jedes einzelne Kind seine größtmögliche Leistungsfähigkeit entfalten können. Ein einheitlicher normierter Leistungsstand wird dabei kaum herauskommen. Die erbrachte Leistung wird nicht an anderen Kindern oder einer „Klassennorm“ gemessen, sondern in erster Linie am Kind selbst. Bewertet wird die persönliche Anstrengung, der individuelle Lernfortschritt. So erhält nicht nur der "gute" Schüler, dem alles leicht fällt, die fast schon selbstverständliche positive Rückmeldung, sondern auch der "schwache" Schüler, der solch eine Rückmeldung genauso braucht, wahrscheinlich sogar mehr.

Diesen individuellen Leistungsbegriff anzuerkennen erfordert sehr viel von den Eltern, dem Lehrer und auch von den Kindern selbst. Über allem steht dabei das Vertrauen in das Kind, das man kennen oder so gut als nur möglich kennen lernen muss. Nur wenn dieses Vertrauen und diese durch genaue Beobachtung erlangte Kenntnis des Kindes besteht, kann man den Mut zum Abwarten und Zulassen aufbringen: Abwarten, wenn "Leistung" nicht dann erbracht wird, wenn es gemäß der "normalen" Entwicklung oder laut Lehrplan an der Zeit wäre, aber auch zulassen, wenn das Kind eine "Leistung" vor der Zeit erbringen will oder eingreifen, wenn das Kind die Leistung über längere Zeit verweigert.

Regelmäßige Leistungsnachweise dienen der Information von Schülern, Eltern und Lehrern über den Leistungsstand der Schüler. Zahl, Umfang und Gewichtung werden vom Lehrer in eigener pädagogischer Verantwortung festgelegt. Über die Leistungen der Schüler führen die Lehrer Aufzeichnungen. Diese dienen als Grundlage für die Erstellung der Wortgutachten.

„Hilf mir, es selbst zu tun.“

„Wir nehmen uns Zeit zum Lernen und Ausprobieren. Wir stehen füreinander ein, lernen individuell und miteinander auf verschiedenen Wegen in verschiedenen Situationen. Wir haben gemischte Jahrgangsgruppen, in denen die Jüngeren den Älteren und die Älteren den Jüngeren zeigen, was in ihnen steckt. Neugier und Freude an der Arbeit, Fantasie und Kreativität, aufeinander Zugehen und einander Zuhören sind für uns selbstverständlich.“
Dr. Matthias Schwaiger, Schulleiter